SG.CV.09.04.0057 Die schwarze Stube aus dem Haus Gütschweg 11 in Schwyz, 1311 (Dokument)

Archivplan-Kontext

 

Allgemeine Information

Angaben zur Identifikation

Signatur:SG.CV.09.04.0057
Signatur Archivplan:SG.CV.09.04.0057
Titel:Die schwarze Stube aus dem Haus Gütschweg 11 in Schwyz
Entstehungszeitraum:1311
Entstehungszeitraum, Anm.:1530 erhielt die Wohnstube eine bauliche Umgestaltung und figurative Wandmalereien. Später vergrösserte man die Fenster und tapezierte die Holzwände.
Stufe:Dokument
Archivalienart:Objekt
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Angaben zum Kontext

Hersteller/Künstler:unbekannt

Angaben zu Inhalt und Struktur

Darin:Stube mit schwarzen Wänden, Fensterluken, Wandmalereien, Bohrlöchern und Türen.
Inhalt:Ehemalige grosse Stube im ersten Wohngeschoss; Das Haus wurde 2013 abgebrochen, die Stube als schützenswert gerettet.
Die Stube hat ihren Namen von der schwarzen Farbgebung. Es handelt sich nicht etwa um Russablagerungen, sondern um einen bewussten Anstrich für Wohngebäude vom Frühmittelalter bis zur Renaissance. Die Farbe mit speziellen Pigmenten schützt das Holz und ist abwaschbar.
Zwei nebeneinanderliegende Stuben (Haupt- und kleinere Nebenstube) wurden vom Korridor her betreten. Bei der Umgestaltung 1530 erhielten die beiden Stuben eine Verbindungstür (Binnentür).
Fensterluke (Bild 4): Diente vor allem der Belüftung und weniger der Belichtung des Raums. Sie blieb erhalten, weil sie hinter neueren Wandverkleidungen verborgen war. Bei Kälte schloss man sie mit einem einfachen Holzladen.
Bohrlöcher (Bild 5): In den mit Mörtel verschlossenen 5-6 cm tiefen Löchern befinden sich Dinge, mit denen die Bewohner evtl. Böses aus ihrer Stube bannen oder lediglich Bedeutsames verwahren wollten.
Türsturz (Bild 6): Aus konstruktiven und klimatischen Gründen sind der Türsturz niedrig und die Schwelle hoch.
Wandbemalung (Bilder 7, 8 und 9): 1530 wird das Schwarz der Wände hell übermalt und mit figürlichen Darstellungen übermalt (z.B. Heiligendarstellungen und Ornamente)
Tapete (Bild 10): Noch später wurden die Holzwände tapeziert.

Zugangs- und Benutzungsbestimmungen

Format I L x B (cm):660 x 420 x 220
Format II L x B (cm):830 x 420 x 220 (eine Seitenwand ist länger als die andere)
Technik:Holz; Für den Schwyzer Talkessel typischer Blockbau mit gemauertem Sockel, zwei hölzernen Hauptgeschossen sowie einem schwach geneigten Satteldach.

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Schweizerisches Nationalmuseum: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, ZAK Band 73 2016 Heft 4; Verlag Karl Schwegler AG, Zürich, 2016 (STASZ Bibliothek 18 P 58.73)
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:Archiv
Physische Benützbarkeit:Eingeschränkt
Zugänglichkeit:Mitarbeiter
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://query.staatsarchiv.sz.ch/detail.aspx?ID=870622
 

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